Dinner at the Bakery

Dinner at the Bakery Plakat

Event-Catering in der Bäckerei

Am 25. März haben wir dank der Unterstützung von Björn Wiese eine Dinner Veranstaltung gemacht. In der Backstube der Bäckerei Wiese in der Friedrich-Ebertstraße in Eberswalde haben wir die Gäste ab 19 Uhr empfangen. Nicht nur die Location dieses gastronomischen Events war etwas ganz besonderes, sondern auch die Crew. Neben TomTom Galore, der erstklassigen Kaffee der Waldstadtrösterei Eberswalde gesorgt hat unterstützte uns auch wieder Sander, der uns bereits beim Fermentationsworkshop begleitet hat, mit Kombuchas und Getränkekreationen. Doch das ganz große Highlight für uns war die Unterstützung durch Emils Schwester Lotte und ihren Freund Felix, die extra ihren Urlaub nach Brandenburg verlegt haben, um mit uns für diesen besonderen Kochabend zaubern zu können. Nicht weniger wichtig war die Unterstützung durch Bäckermeisterin Marlene, die uns mit ihrem Know-how, einem Pumpernickel und einem Molketoast unterstützt hat.

Die Vorbereitung „mise en place“

Zu Beginn haben wir uns ein Abend-Menü mit fünf Gängen vorgestellt, doch wie bei der letzten Dinner-Veranstaltung im Schlossgut Finowfurt auch, wurden es wieder mehr Gänge als geplant. Die Herausforderung bei der Menügestaltung war, dem Thema „Brot mal anders“ gerecht zu werden und in jedem Gang typische Bestandteile eines Brotes zu verwenden. Hierzu gab es viele Ideen, die wir erstmal grob aufgeschrieben haben um sie später zu sortieren oder wieder zu verwerfen. Eine der Ideen war die invasive Schwarzmund-Grundel in das Menü einzubauen. Da sich jedoch kein Fischer gefunden hat, der diese Delikatesse vermarktet, haben wir die Grundel im Backteig als kleines Gimmick auf die Warteliste gepackt. Nach Vorbereitung aller anderen Gänge sind wir also mit unseren Angeln am Abend vor dem Dinner an den Oder-Havel-Kanal gezogen um unser Glück auf die Probe zu stellen. Was dabei herauskam war unglaublich. Wir schafften es in ca. 4 Stunden mit drei Angeln sage und schreibe 62 Grundeln plus Beifang aus dem Kanal zu fischen. Ich kann dazu nur sagen, diese Fische sind derart lecker, statt sie zu verfluchen sollte man sie gezielt beangeln!

Das Menü

Apéro Amuse und Vorspeisen

Zum Empfang gab es neben einem Finowspritz eine Interpretation von Käsebrot, mit dem Käse als Chip einer Brotcreme darauf und eigens fermentiertes Sauerkraut darüber. Dank unseres unerwarteten Angelerfolgs konnten wir sogar noch eine kleine Bouillabaisse als Amuse-Bouche auf den Teller der Gäste zaubern. Um schließlich mit der ersten Vorspeise – einer Kohlrabischaumsuppe ins Menü einzusteigen. Hierzu haben wir Kohlrabi in Brunoise geschnitten mit Roggenbrot-Croûtons und einer Bärlauch-Aioli verwendet. Dazu haben wir noch eine Eigelb-Ravioli und Bärlauchblüten serviert. Weiter ging es mit „Chicken of the Woods“, besser bekannt als Schwefelporling. Dieser Pilz ist leider auf dem Markt nicht erhältlich und musste von uns selbst gesammelt werden. Mit groben Brotkrümeln paniert und frittiert erinnert er an Chicken Nuggets. Serviert haben wir ihn mit Kürbiskerncrème und gepickelten Radieschen. 

Zwischengang und Hauptgang 

Im Zwischengang gab es als kleine Überraschung unsere Schwarzmund-Grundel im Backteig mit Cocktailsauce. Im darauffolgenden Gang hatten wir wieder etwas ganz besonderes vorbereitet. Geplant war ein Spargelgang mit gegrilltem grünen Spargel und gekochtem weißen Spargel, gepickelten grünen Erdbeeren und Malzerde. Dazu eine Interpretation der Sauce Foyot, für die wir eine frisch aufgeschlagenen Hollandaise und eine Demi-Glace  verwendet haben. Das Besondere an der Hollandaise – kurz vor dem Dinner-Abend haben wir in Angermünde vom Straußenhof ein Straußenei geschenkt bekommen. So reichten wir zunächst das Straußenei zu den Gästen, um es anschließend mit einem Hammer zu öffnen und das Eigelb für die Sauce Foyot zu verwenden. Im Anschluss folgte endlich der Hauptgang – ein zweierlei vom Damwild von der Wildwirtschaft mit selbstgemachtem Misoschaum und Molketoast. Zum einen gab es geschmorte Schulter als Ragout zum anderen Sous-Vide gegarten Rücken mit Brennessel-Kruste.

Das süße Ende

Nach dem Hauptgang ist vor dem Dessert. Los ging es mit dem süßen Vergnügen mit einem Pre-Dessert. Lotte unsere Patissière paarte einen jungen Sauerteig mit einem Erdbeersorbet und einer Fenchelsamen-Hippe. Im Hauptdessert präsentierte sie ein Schokoladen-Crémeaux mit einem scharfen Olivenöl und Roggenbrot-Chips. Als vegane Alternative hatten wir junge Kiefernzapfen in Läuterzucker ausgekocht, die in der Optik an Fabergé-Eier erinnerten. Zum feierlichen Abschluss zauberte uns Felix seine Interpretation des Klassikers Baba au rhum. Hierzu verwendete er den brandneuen Orangen-Brant der Feinbrennerei in Niederfinow. 

Habt auch Ihr Lust auf ein exklusives Catering oder ein Kochevent? Dann schaut in unsere kommenden Termine folgt uns auf Instagram oder schreibt uns eine Nachricht mit euren individuellen Catering Vorstellungen!  In diesem Sinne, wir freuen uns auf Euch, eure Kochkommode!

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